Neurologische Erkrankungen

Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, MS und Schädel-Hirn-Trauma verursachen häufig Lähmungen, die eine oder beide Körperseiten betreffen. Wir versorgen Sie mit Hilfsmitteln, die direkt am Körper und im häuslichen Umfeld eingesetzt werden.

Neuro­logische Erkrankung­en

Von Einlagen und Orthesen bis hin zu modernen Elektrostimulationssystemen – wir finden gemeinsam die optimale Versorgung für Ihre individuelle Situation.

Propriozeptive / Sensomotorische Einlagen

Patienten, die aufgrund von einem neurologischen Defizit an einer muskulären Über- oder Unterspannung leiden, können von propriozeptiven Einlagen (oder auch sensomotorische Einlagen genannt) stark profitieren. Diese Einlagen stimulieren gezielt die Sensoren der Körperwahrnehmung und führen so zu mehr Aktivität der Fuß- und Unterschenkelmuskulatur, trainieren richtige Bewegungsabläufe, regulieren Spannungsaufbau und –abbau und Verbesserung die Wahrnehmung über die Fußsohle. Somit kann das Gangbild stabilisiert und die Steh- und Gehfähigkeit verbessert werden.

Verordnungsvorschlag: 1 Paar Sondereinlagen (HMV-Nr. 08.03.07.0)

Neurologische Erkrankungen
Fußhebersystem NESS L100 go / L300 go

Fußhebersystem NESS L100 go / L300 go

Bei neurologischen Erkrankungen wie bspw. Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Schädel-Hirn-Trauma kommt es häufig zu Fußheberschwächen oder Spitzfußproblematiken. Diese Patienten können entweder mit Orthesen oder Funktioneller Elektrostimulation versorgt werden. Der Vorteil der Elektrostimulation liegt darin, dass die Bewegung aktiv erfolgt – durch die eigenen Muskeln des Patienten.

Nach erfolgreichem Test kann entschieden werden, ob die Versorgung mit einem Fußhebersystem NESS L100 go (1-Kanal-Stimulator, kein Fußsensor, Fernbedienung oder Oberschenkelmanschette möglich) ausreichend ist, oder ein Fußhebersystem NESS L300 go (2-Kanal-Stimulator, Fußsensor, Fernbedienung und Oberschenkelmanschette nachrüstbar) notwendig ist.

Verordnungsvorschlag: 1 Fußhebersystem NESS L100 go / NESS L300 go (HMV-Nr. 09.37.04.)

Fußorthesen zur Stabilisierung

Fußorthesen zur Stabilisierung sind für Patienten sinnvoll, bei denen der Fuß aufgrund der Lähmung zu wenig seitlichen Halt hat. Egal ob bei Patienten, die gehfähig sind und eine Stabilisierung benötigen oder Patienten, bei denen der Fuß im Rollstuhl oder für den Transfer in einer physiologischen Stellung gehalten werden muss. Je nach Ausprägung der Instabilität kann der Fuß mit einer vorgefertigten oder einer individuellen Orthese versorgt werden.

Verordnungsvorschlag: 1 Sprunggelenkorthese zur Stabilisierung (HMV-Nr. 23.02.02.1); 1 individuell angefertigte dynamische Fußorthese aus thermoplastisch verformbaren Kunststoffen (HMV-Nr. 23.03.32.1)

Fußorthesen zur Stabilisierung
Fußorthesen zur Lagerung

Fußorthesen zur Lagerung

JEDER Patient mit einer Lähmungserscheinung der unteren Extremität sollte eine Fußlagerungsorthese während der Nacht tragen. Wenn der Patient den Fuß nicht mehr in einer 90°-Stellung halten kann, fällt der Fuß v.a. beim Liegen immer nach unten.

Durch die Inaktivität der fußhebenden Muskulatur verkürzen die Strukturen des hinteren Unterschenkels und der Fußsohle, was dazu führt, dass man im Laufe der Zeit den Fuß auch passiv immer schlechter in eine 90°-Stellung bringen kann. Ist dies der Fall, spricht man von einem Spitzfuß, der nur mit viel Einsatz und Therapie wieder gelockert werden kann. Daher macht sowohl bei steh- und gehfähigen als auch bei bettlägerigen Patienten der Einsatz von Fußlagerungsorthesen Sinn.

Je nach Ausprägung der Spitzfußproblematik kann der Fuß mit einer vorgefertigten oder einer individuellen Orthese versorgt werden.

Verordnungsvorschlag: 1 Fußlagerungsorthese (HMV-Nr. 23.03.01.0), 1 individuell angefertigte Fußlagerungsorthese (HMV-Nr. 23.03.31.)

Unser Partner:

Streifeneder

Knieorthese

Bei Lähmungserscheinungen der unteren Extremität ist neben dem Fußheber häufig auch der Kniestrecker beeinträchtigt. Sobald der Patient nicht in der Lage ist, auf dem betroffenen Bein in leichter Kniebeugung sein Körpergewicht zu halten, ist eigentlich eine individuelle Ganzbeinorthese indiziert. Läuft der Patient allerdings relativ wenig, kann man auch eine unkonventionellere Versorgung ausprobieren.

Auch wenn vom Hersteller diese Knieorthesen nicht für Lähmungserscheinungen entwickelt wurden, erzielen sie teilweise einen sehr guten Effekt. Das Gestrick fördert die Eigenwahrnehmung des Knies und sorgt so für mehr Stabilität und ein besseres Bewegungsverhalten. Die zwei seitlichen Gelenkschienen verhindern schädliche Bewegungen, bei Bedarf kann der Bewegungsumfang eingeschränkt werden.

In Kombination mit einer dynamischen Fußheberorthese hat man so eine stark abgespeckte Version einer Ganzbeinorthese.

Verordnungsvorschlag: 1 Knieführungsorthese mit Extensions-/Flexionsbegrenzung (HMV-Nr. 23.04.03.1)

Unser Partner:

Bauerfeind
Knieorthese
Comfortschuhe

Comfortschuhe

Nach einem Schlaganfall werden plötzlich besondere Anforderungen an Schuhe gestellt: Der Schuh muss dem Fuß genügend Stabilität geben. Der Schuh muss genügend Platz für eine eventuelle Orthesenversorgung bieten. Der Schuh muss leicht anzuziehen sein.

All diese Punkte verbinden die Comfortschuhe von Dr. Comfort. Sie bieten den Füßen ein Höchstmaß an Schutz, ohne ihnen den erforderlichen Freiraum zu nehmen oder schmerzhafte Druckstellen zu erzeugen. Sie sind extra leicht, extra soft und in verschiedenen Weiten erhältlich.

Durch ihren Aufbau sind Comfortschuhe von Dr. Comfort geeignet für das Tragen von Einlagen oder Bandagen und Orthesen. In den drei verschiedenen Kollektionslinien findet Jeder für jede Alltagssituation sein gewünschtes Modell. Der Schnellverschluss bei bestimmten Modellen ermöglicht auch das Fixieren des Schuhes am Fuß mit einer Hand.

Unser Partner:

Dr. Comfort

Orthesenschuhe

Leider ist es nicht immer möglich, dass Patienten mit Orthesen an den Füßen normale Schuhe tragen können. Orthesenschuhe bieten ausreichendes Volumen zur Aufnahme einer Orthese.

Außerdem bieten sie zusätzliche Vorteile: die vergrößerte Auftrittsfläche, der stabile Schaft und die feste Fersenkappe bieten ausreichend Halt. Orthesenschuhe können weit geöffnet werden und durch den Verschluss gut an den Fuß angepasst werden. Die Versorgung erfolgt immer paarweise.

Bei einseitigen Orthesenversorgungen können die Schuhe bei Bedarf mit verschiedenen Weiten bestellt werden.

Verordnungsvorschlag: 1 Paar Orthesenschuhe (HMV-Nr. 31.03.03.7)

Unsere Partner: 

my generation
noweCare
per pedes
DUNA Orthesenschuhe
Orthesenschuhe
Handlagerungs- und Mobilisationssystem

Handlagerungs- und Mobilisationssystem

Wenn der Patient in einem Stuhl am Tisch oder einem Rollstuhl mit Therapietisch sitzt, kann die Hand mithilfe eines Handlagerungs- und Mobilisationssystem in Funktionsstellung gelagert werden. Dadurch kann die Muskelspannung reduziert und die Wahrnehmung gefördert werden.

Zusätzlich kann das System zum Eigentraining (ein Übungshandbuch liegt bei) und in Kombination mit Biofeedback-Systemen oder einer Computermaus genutzt werden.

Unser Partner:

Sporlastic

Restriktionsorthese

Durch die eingeschränkte Funktionalität des gelähmten Armes kommt es häufig zum verstärkten Einsatz des nicht betroffenen Armes.

Mithilfe des Therapiekonzepts CIMT (Constraint Induced Movement Therapy) soll diese Kompensation rückgängig gemacht und der gelähmte Arm trainiert werden. Durch den Einsatz einer Restriktionsorthese wird der nicht betroffene Arm am Körper fixiert, sodass der betroffene Arm mehr zum Einsatz kommt. Im Bedarfsfall kann der gesunde Arm jederzeit losgerissen werden.

Unser Partner:

Sporlastic
Restriktionsorthese
Fußheberorthesen

Fußheberorthesen

Die häufigste Problematik bei Lähmungen der unteren Extremität ist der sog. Fallfuß. Patienten sind nicht mehr ausreichend in der Lage, den Fuß anzuheben. Dies führt beim Laufen häufig zu einer Ausweichbewegung des kompletten Beins oder zu häufigem Stolpern oder Stürzen. Je nach Ausprägung der Fallfußsymptomatik kann der Fuß mit einer vorgefertigten oder einer individuellen Orthese versorgt werden.

Verordnungsvorschlag: 1 dynamische Fußheberorthese (HMV-Nr. 23.03.02.6); 1 individuell angefertigte Fußheberorthese mit Gelenk aus FVW (HMV-Nr. 23.03.34.2)

Ganzbeinorthese

Wenn der Patient neben dem sog. Fallfuß auch eine Schwäche der Oberschenkelmuskulatur aufweist, kann es vorkommen, dass der Patient das betroffene Knie sehr stark nach hinten durchstreckt. Ist dies der Fall benötigt der Patient eine Versorgung nicht nur für den Fuß, sondern für das komplette Bein. Bei individuellen Ganzbeinorthesen kann sowohl das Knöchel- als auch das Kniegelenk individuell ausgewählt werden.

Verordnungsvorschlag: 1 individuell angefertigte Beinorthese zur Funktionssicherung aus FVW (HMV-Nr. 23.06.30.1)

Ganzbeinorthese
Beinstimulationssystem NESS L300 go plus

Beinstimulations­system NESS L300 go plus

Bei Patienten, die neben einer Fußheberschwäche auch an einer Schwäche der Oberschenkelmuskulatur leiden, ist neben der Versorgung des Fußes auch eine Versorgung des Knies erforderlich. Diese Patienten können entweder mit Orthesen oder Funktioneller Elektrostimulation versorgt werden. So kann der Fuß angehoben und das Knie stabilisiert werden.

Verordnungsvorschlag: 1 Beinstimulationssystem NESS L300 go plus (HMV-Nr. 09.37.04.)

Handlagerungs­orthese

JEDER Patient mit einer Lähmungserscheinung der Hand sollte eine Handlagerungsorthese während der Nacht oder am Tag tragen. Wenn der Patient wenig oder keine Aktivität der Hand besitzt, hängt die Hand herunter oder wird irgendwie abgelegt. Je nach Ausprägung der Lähmung oder Kontraktur kann die Hand mit einer vorgefertigten oder einer individuellen Orthese versorgt werden.

Verordnungsvorschlag: 1 Handgelenkorthese mit Finger- und Daumenfixierung zur Immobilisierung (HMV-Nr. 23.07.02.3); 1 individuell angefertigte Hand-/Fingerorthese zur Lagerung (HMV-Nr. 23.07.33.1)

Handlagerungsorthese
Handstimulationssystem NESS H200

Handstimulations­system NESS H200

Bei neurologischen Erkrankungen wie bspw. Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Schädel-Hirn-Trauma kommt es häufig zu Lähmungserscheinungen der Hand. Diese Patienten können neben der Lagerung mithilfe von Orthesen auch mit Funktioneller Elektrostimulation versorgt werden. Durch elektrische Impulse wird die Handöffnung bzw. Handschließung unterstützt.

Verordnungsvorschlag: 1 Handstimulationssystem NESS H200 (HMV-Nr. 09.37.04.)

Schulterorthese

Bei Lähmungserscheinungen der Schulter-Arm-Muskulatur kommt es häufig zu Subluxationen im Schultergelenk. Mithilfe einer Schulterorthese wird die muskuläre Führung verbessert und durch die Abnahme des Armgewichts bleibt der Arm einsatzfähig und trainierbar.

Verordnungsvorschlag: 1 Schultergelenksorthese mit definierbarer Bewegungsbegrenzung (HMV-Nr. 23.09.03.0)

Schulterorthese

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